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Schauspielpremiere im Großen Haus: »Die Nibelungen«


Nibelungen

Nach den Produktionen »Peer Gynt«, »Joseph und seine Brüder« und »Hamlet« setzt Andreas Nathusius seine Beschäftigung mit den großen mythischen Stoffen fort und beleuchtet gleichzeitig die zeitlose Aktualität von Hebbels Schauspiels »Die Nibelungen«. Die Premiere findet am Freitag, den 25. September, um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theater Lübeck statt.

Foto: Thorsten Wulff

»Viel besser, nie besitzen, als verlieren!« mit diesem vorausahnenden Satz beginnt Kriemhilds Passionsweg von der liebende Frau, über die von Schmerz gepeinigte Witwe bis hin zum gnadenlosen Racheengel. Hebbels Drama beginnt mit einem vergifteten Anfang, einem faulen Geschäft, einem Betrug. Der sagenhafte Held und Drachentöter Siegfried hat sich in die schöne Kriemhild verliebt, die Schwester des Burgundenkönigs Gunther. Doch Gunther will Siegfried seine Schwester nur zur Frau geben, wenn er ihm hilft die bisher unbesiegbare Brunhild zu erobern. Getarnt unter einer Nebelkappe steht Siegfried Gunther im Kampf gegen Brunhild bei, besiegt sie und überwältigt sie auch in der Hochzeitsnacht für Gunther. Die Ereignisse eskalieren, als Kriemhild und Brunhild von ihrem Betrug erfahren. Die Eifersucht ist entfacht und Brunhild sinnt auf Rache: Siegfried muss für den Betrug an ihr sterben. Hagen von Tronje, der Berater und Gefolgsmann von König Gunther, stellt sich bereitwillig als Attentäter zur Verfügung und ermordet Siegfried hinterrücks. Kriemhild schöpft Verdacht, dass Hagen hinter dem Anschlag auf ihren Mann steht, und fordert Aufklärung und eine Anklage des Mörders ein. König Gunther jedoch, selbst Mitwisser der Tat, verweigert das Gerichtsverfahren. Die ungesühnte Tat ist der Ursprung einer scheinbar unabwendbaren Katastrophe, sie löst eine Spirale von Rache und Vergeltung aus, an deren Ende der Untergang der Nibelungen besiegelt ist.

In der Behandlung dieses deutschen Mythos zeigt uns Hebbel hinter den archetypisch überhöhten Figuren Menschen, die getrieben sind von ihren Leidenschaften, von Rache, Hass und Liebe. Er führt uns eine Gesellschaft von zweifelhafter Moral vor, eine Gesellschaft geprägt von Neid, Machthunger und Maßlosigkeit, in der die hohe Kunst der politischen Intrige auch vor Mord nicht zurückschreckt, und evoziert damit eine erschreckende Gegenwärtigkeit.

Inszenierung Andreas Nathusius Ausstattung Annette Breuer Musik Felix Huber

Mit Susanne Höhne, Ulrike Knospe, Marlène Meyer-Dunker; Till Bauer, Robert Brandt, Andreas Hutzel, Thomas Schreyer, Henning Sembritzki, Sven Simon, Vincenz Türpe

Kostprobe 21/09, 18.30 Uhr, Großes Haus

Premiere 25/09, 19.30 Uhr

Weitere Termine 27/09, 18.00 Uhr (Theatertag); 10/10, 19.30 Uhr; 18/10, 18.00 Uhr; 14/11, 19.30 Uhr; 28/11, 19.30 Uhr; u.a.

Veranstaltungsort Theater Lübeck, Großes Haus

Preise von 10 – 44 Euro (ermäßigt von 9 – 27 Euro), Premierenkarten von 14 – 49 Euro.

Kartentelefon 0451/399 600 Kartenkauf online www.theaterluebeck.

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