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Theater Lübeck: Zum Abschluss der Spielzeit eine Uraufführung

Autor: Horst Schinzel am 06.06.2015

Leonard Cohen

(Von Horst Schinzel)  - Das Lübecker Schauspiel bietet seit vielen Jahren mit großem Erfolg Liederabende – über die Beatles, Rio Reiser, Edit Piaf, Jim Morrison. Schauspieldirektor Pit Holzwarth hat selbst mehrere dieser Abende kompiliert. An diesem Freitag hatte seine neueste Arbeit „Leonard Cohen – I’m a hotel – Songs of love and hate“ ihre gefeierte Uraufführung in den voll besetzten Kammerspielen.

Foto Kerstin Schomburg

Der kanadische Lyriker, Komponist und Sänger Leonard Cohen (81) ist für eine Darstellung auf der Bühne zweifellos ein harter Brocken. Im englischen Sprachraum wird er gefeiert. Aber auch in Europa ist er durch seine Tourneen bekannt geworden. Erst spät hat er zur Musik gefunden. Innere Ruhe wollte er auf einer griechischen Insel und in einem buddhistischen Kloster finden. Nachdem seine Managerin sein Vermögen unterschlagen hatte, musste er noch im Alter wieder „tingeln“.

Der Leiter der Lübecker Bühnenmusik Willy Daum hat sechzehn Songs für seine fünfköpfige Combo und sieben Schauspieler arrangiert. Denn Pit Holzwarth – der sich für diese Produktion eingehend mit Cohen und seiner Philosophie befasst hat - lässt fast sein ganzes Schauspielensemble – Astrid Färber, Susanne Höhne, Vasiliki Roussi, Andreas Hutzel, Henning Sembritzki, Timo Tank und Jochen Weidenthal – als Leonard Cohen agieren. Das tun sie mit Hingabe und großer Brillanz auf einer äußerst schrägen Fläche in einem luftigen Pavillon (Ausstattung Werner Brenner). Warum allerdings in dieser Produktion so viel geraucht wird, bleibt dem Zuschauer verborgen. Über diese Zeiten sollten wir doch auch am Theater hinaus sein…

Handlung gibt es an diesem Abend kaum. Wie auch? Gerade einmal Cohens Zeit im Kloster lässt sich szenisch darstellen. Sonst beschränkt sich der Regisseur Holzwarth darauf, seine Darsteller weiße Küchenstühle hin- und hertragen zu lassen Die „Meditation über das Leben“ erfolgt durch die Musik und gelegentliche Gespräche.. Der harte Beat entspricht sicher dem Lebensgefühl der jüngeren Generation, die im Premierenpublikum überwiegend vertreten ist. Die Älteren haben da ihre Mühe, sich hinein zu hören. Jedenfalls kommt diese Produktion gut an, wird mit viel Zwischenbeifall aufgenommen und am Schluss stürmisch gefeiert.

Weitere Aufführungen

7.Juni, 18.30, 13., 23. und 25. Juni, 2. Juli, jeweils 20 Uhr.


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