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Gewöhnungsbedürftig: Musical „Linie 1“ mit Großpuppen

Autor: Horst Schinzel am 02.10.2015

Linie 1

(Von Horst Schinzel) - Das 1986 im Berliner Grips-Theater kreierte – und dort bis heute gespielte – Musical „Linie 1“ gilt nach der „Dreigroschenoper“ als die meist aufgeführte Musiktheater-Produktion im deutschen Sprachraum. Nun hat sich das Kobalt-Figurentheater der Familie Schläfke im Lübecker Figurentheater dieses Stückes angenommen.

Die Theaterleute haben mit Musiktheater-Produktionen für Erwachsene eine große Erfahrung. Regelmäßig wagen sie sich an Stücke der Opern- und Operettenliteratur. Und das durchaus mit Erfolg. Ihre neue Produktion erzählt die Geschichte einer namenlosen Ausreißerin, die auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen Johnnie auf dem U-Bahnhof Zoo landet. Und dort skurrilen Typen begegnet vom Schwarzfahrer über Drogendealern, Punks, Träumern und Spießern.

Dafür haben die Schläfkes mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer um die vierzig Puppen-Figuren in der Kleidung der Achtziger Jahre geschaffen – Kleinkindgroße Figuren, die von drei Spielern offen in der Regie von Holger Brüns vorgeführt werden. Und dies in der kargen Atmosphäre eines einfachen Gestänges. Das hat manche durchaus bezaubernde Stellen, ist aber allemal gewöhnungsbedürftig. Umso mehr, als die Spieler zur elektronisch eingespielten Musik die Songs selbst bieten – nicht immer ganz gekonnt, aber auf jeden Fall sehr bemüht.

Dem Premierenpublikum gefällt es – nicht nur, weil es im Foyer die heute selten gewordene Berliner Weiße mit Schuss gibt. Der Beifall ist herzlich.

Weitere Aufführungen
4.,16.,18.,23., 30. und 31. Oktober, jeweils 19.30 Uhr




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