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25. Brahms-Festival in Lübeck

Autor: CIS am 14.03.2016

Vom 22. April bis zum 1. Mai 2016 veranstaltet die Musikhochschule Lübeck (MHL) ihr „silbernes“ Brahms-Festival. Seit der Gründung des Brahms-Instituts – die vor 25 Jahren Anlass gab, das Festival ins Leben zu rufen – inszeniert die Lübecker Musikhochschule ihr Festival jährlich neu. Dabei stehen renommierte Dozenten, unter anderem Klarinettistin Sabine Meyer, Pianistin Konstanze Eickhorst, Sopranistin Manuela Uhl und Violinist Daniel Sepec, in wechselnden Kammermusikensembles gemeinsam mit ihren Studierenden auf der Bühne. Unter dem Motto „Verwandlungen“ bietet das zehntägige Festivalprogramm diesmal 35 Konzerte an sieben Spielorten sowie einen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Brahms-Instituts an der MHL.

Im Jubiläumsjahr präsentieren rund 100 Interpreten der MHL viele musikalische Verwandlungen in Sinfoniekonzerten, Kammermusikkonzerten und in einem Wandelkonzert mit 25 Stunden durchgehender Musik. Das Brahms-Festival steht für den lebendigen Dialog zwischen künstlerischer Praxis und Musikforschung, der mit der Gründung des Brahms-Instituts 1991 begann. Ein Festakt mit Prof. Dr. Otto Biba, Archivdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, würdigt die Forschungsarbeit des an die MHL angegliederten Instituts und lädt die Öffentlichkeit zu einem Blick in die bedeutende Sammlung ein.

Die Idee der Verwandlung – von den Metamorphosen des Ovid bis hin zu denen von Richard Strauss – zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm der 35 Konzerte. Mit der Veranstaltung „Einstimmen auf B.“ gibt Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger einen Überblick über das Festival-Programm (Sa, 23. April, 18 Uhr). Im Anschluss eröffnet das Hochschulorchester das Festival unter Leitung des Münchner Gastdirigenten Christoph Adt („Metamorphosen I“ am Sa, 23. April, 19.30 Uhr). Mit den „Metamorphosen“ des späten Richard Strauss steht ein Schlüsselwerk zum Festivalthema auf dem Programm. Auch die Konzertprogramme der folgenden Kammermusikkonzerte, die täglich um 19.30 Uhr im Großen Saal stattfinden, spiegeln das Thema „Verwandlung“ auf vielfältige Weise wider: Das Klangbild des Klaviers wandelt sich vom Cembalo bis zum modernen Flügel („Wandlungen des Claviers“ am Di, 26. April, 19.30 Uhr); Themen werden variiert („Modulationen“ mit Werken von Brahms, Berg und Reger am Mi, 27. April, 19.30 Uhr); Alte Musik erklingt aus neuer Perspektive („Metamorphosen II“ mit Werken von Brahms, Strauss, Mundry und Gubler am Do, 28. April, 19.30 Uhr) und ein Original erfährt Verwandlung („Bearbeitung und Variation“ mit Werken von Schubert, Kirchner und Döhl am Fr, 29. April, 19.30 Uhr). Die Wandlungen eines verfolgten und bedrängten Charakters macht Gregori Frid eindrucksvoll in seiner Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ hörbar (Sa, 30. April, 22 Uhr). Im Finale erklingt mit dem „Klavierquartett“ op. 26 ein Schlüsselwerk von Brahms, das ihn als Meister der musikalischen Variation ausweist (So, 1. Mai, 19.30 Uhr).    

Was 1992 mit elf Konzerten begann, ist in mehr als zwei Jahrzehnten zum Vorzeigeprojekt des schleswig-holsteinischen Kulturlebens avanciert und ist einmalig in der deutschen Hochschullandschaft. Das vom damaligen Rektor der MHL Prof. Dr. Friedhelm Döhl ins Leben gerufene Brahms-Festival hat sich seit seiner Gründung stetig weiterentwickelt. Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Projektleiter und Leiter des Brahms-Instituts, erläutert: „‘Verwandlungen‘ fassen wir als ein spielerisches Motto auf. Seit der Gründung hat das Brahms-Festival viele Wandlungen erfahren: Wir haben es jährlich neu erfunden. Zum Jubiläumsjahr reflektiert das Festival auch die eigene Wandlungsfähigkeit. Mit neuen Formaten wie der Langen Brahms-Nacht zeigen wir im Jubiläumsjahr die ganze Bandbreite.“ Die Proben der über hundert Interpreten versetzen die MHL jedes Frühjahr in einen Ausnahmezustand. Wie in der alltäglichen Hochschularbeit verzahnen sich dabei die künstlerische Praxis in den verschiedenen Konzertformaten, die Musikvermittlung in moderierten Konzerten sowie musikpädagogische Aspekte in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern. Seit 2000 steht das Brahms-Festival jährlich unter einem anderen Motto, das zu Komponisten, Regionen oder kulturpolitischen Aspekten in Beziehung steht.

Im Jubiläumsjahr werden bewährte Formate fortgesetzt wie die moderierten Nachmittagskonzerte im Brahms-Institut: Studierende der MHL präsentieren unter dem Motto „Transkription – Variation“, „Veränderungen über Schumann“ und „Ovid – Metamorphosen“ jeweils um 17 Uhr in der Villa Eschenburg Werke von Schubert, Schumann, Brahms und Britten. Auch die 2015 erfolgreich etablierte Reihe der „Lunchtime-Concerts“ im Behnhaus Drägerhaus wird aufgegriffen: Um 12.30 Uhr stellen dort Kammermusikensembles der MHL jeweils ein Streichquartett aus Haydn Opus 33 vor. MHL-Wissenschaftler moderieren die sechs Konzerte und erläutern, welche bahnbrechende Bedeutung dieser Werkzyklus in der Musikgeschichte einnimmt. 

Neue Formate und Orte kommen hinzu: Unter dem Titel „Musik im Wandel: 25 Jahre – 25 Stunden“ findet in der MHL, St. Petri und St. Jakobi ein spektakuläres 25-stündiges Wandelkonzert statt (Sa, 30. April 12.30 Uhr bis So, 1. Mai 13.30 Uhr), das mit einem Schwerpunkt auf experimenteller Musik Werke aus mehreren Jahrhunderten präsentiert. Baustein ist erstmals ein Mitsingchor für musikbegeisterte Laien, der Werke von Brahms einstudiert und im Rahmen des Wandelkonzertes im Großen Saal präsentieren wird (So, 1. Mai, 11 Uhr). In der hochschuleigenen Brahms-Galerie wird mit einer Skulptur des Hamburger Künstlers Thomas Judisch die Idee des Gründungsvaters Friedhelm Döhl fortgeführt, Bildende Kunst und Musik miteinander zu verbinden. Wolfgang Sandberger setzt das Motto auch in einen Bezug zum Publikum: „Der Mensch lebt von der Veränderung, ist selbst stets in Verwandlung. Die Musik ist dabei ein Katalysator. Lassen Sie sich also in den Konzerten unseres Brahms-Festivals – auf welche Weise auch immer – verwandeln…“

Der Vorverkauf für das Festival startet Mitte März. Karten für 7 bis 19 Euro sind bei allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Tages- oder Abendkasse. Der Eintritt zum Wandelkonzert „25 Jahre –25 Stunden“ und zur Reihe der „Lunchtime-Concerts“ ist frei. Wer Interesse am Mitsingchor hat, kann sich unter der Email-Adresse mitsingchor@mh-luebeck.de anmelden


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