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Lübecks Musikfreunde feiern Bariton Thomas Hampson und die NDR- Sinfoniker

Autor: Horst Schinzel am 20.03.2016

Violine

(Von Horst Schinzel) - Ohne Zweifel – dies war an diesem Sonnabend ein Konzert der Extraklasse. Die Musikfreunde aus Lübeck und Umgebung hatten Besonderes erwartet und zu diesem Konzert des Elbphilharmonie NDR Symphonieorchesters – wie dieser Klangkörper künftig heißt – unter Leitung des Ersten Gastdirigenten Krzysztof Urbanski und mit dem US-amerikanischen Bariton Thomas Hampson als Solisten die Rotunde der Musik- und Kongresshalle bis ziemlich auf den letzten Stuhl besetzt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Foto: Albrecht E. Arnold  / pixelio.de

Thomas Hampson gilt als einer der herausragendsten Interpreten des auf unseren Konzertpodien so arg vernachlässigten Kunstliedes. In Lübeck gefiel er mit Liedern aus des „Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler. Bei der Würdigung der Interpretation muss man bedenken, dass der Sänger kein Muttersprachler ist. Leider vertut sich hier das sonst so informative Programmheft bei den Lebensdaten des Komponisten. Die begeisterten Zuhörer entließen Sänger und Orchester erst nach zwei – natürlich vorbereiteten – Zugaben.

Schon der erste Programmpunkt – die Sinfonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ von Richard Strauss – war von den Zuhörern begeistert aufgenommen worden. Der Beifall steigerte sich zum Orkan mit vielen Bravo-Rufen und Füße-Trampeln nach dem dritten Teil des Abends – der 10. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Das rund einstündige Werk ist natürlich gerade in Lübeck derzeit sehr aktuell durch eine Opernproduktion des hiesigen Theaters. Die Sinfonie hat für die Musiker des Orchesters viele reizvolle Solo-Aufgaben, die hier ihre große Qualität zeigen können. Und diesen Anforderungen voll gewachsen waren.

Krzysztof Urbanski beeindruckte durch seine exakte Zeichengebung. Der Dirigent ist viel beschäftigt und steht mehreren Orchestern vor. Mit den NDR-Sinfonikern geht er in der Osterwoche auf Tournee in seine polnische Heimat und wird dort auch Schostakowitsch „Zehnte“ zu Gehör bringen. Der Erfolg kann ihm und seinen Musikern sicher sein.


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