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Fünfundzwanzigstes Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck

Autor: Horst Schinzel am 24.04.2016

cello

(Von Horst Schinzel) - Das Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck sei „eines der wichtigsten Ereignisse im Musik- und Kulturschaffen unseres Landes“, so Ministerpräsident Torsten Albig in seinem Grußwort im edel gestalteten Programmheft zur diesjährigen Veranstaltungsfolge.

Foto: geralt / pixabay.com

Es ist die Fünfundzwanzigste. Die Hochschule an der Lübecker Obertrave veranstaltet dieses Festival, seitdem das Land eine private Sammlung vom Brahmsiana gekauft und diese der Musikhochschule zur Pflege übergeben hat. Diese hat damit ihr Brahms-Institut betraut, das derzeit von Professor Dr. Wolfgang Sandberger geleitet wird und das seit mehr als anderthalb Jahrzehnten nobel am Jerusalemsberg residiert.

An diesem Freitag wurde dessen Arbeit in einem Festakt gewürdigt. Die Laudatio hielt ein ausgewiesener Brahms-Fachmann – Otto Biba aus Wien. Dessen Amt ist die Pflege des Archivs und der Bibliothek der Musikfreunde in der Donaustadt – wie man weiß, stand Brahms einst diesem Verein als „artistischer Direktor“ vor. Über das Brahms-Institut – eigentlich ein Konkurrent – wusste Biba nur Gutes zu sagen. Am 18. Juni wird NDR Kultur dem Institut einen Abend widmen und einen Mitschnitt des Konzerts am 27. April senden.

Am Sonnabend dann das Eröffnungskonzert mit dem groß besetzten Hochschulorchester – ein Klangkörper, der es mit jedem professionellen Orchester aufnehmen kann. Vor allem wenn es so gekonnt geleitet wird wie an diesem Abend von dem welt-erfahrenen Christoph Adt aus München.

Leider musste vor Beginn des Konzerts Hochschulpräsident Rico Gubler einen Glanzpunkt des Abends absagen. Die Dozentin Manuela Uhl – deren Sopran auf allen großen Bühnen der Welt gefeiert wird – hätte die Arie der Leonore aus der Oper „Fidelio“ „Abscheulicher! Wo eilst Du hin?“ singen sollen. Sie musste absagen.

Das Programm selbst stand unter der Überschrift „Metamorphosen“. „Verwandlungen“ ist das Leitwort der diesjährigen Festfolge. Darüber werden im Programmheft kluge Gedanken gemacht.. Überdies heißt so ein Konzerstück von Richard Strauss, das hier für 23 Streicher eingerichtet worden war. Dirigent und Orchester schwelgten in dieser Musik.

Höhepunkt des Abends war nach der Pause die Sinfonie Nr. 4 e-moll Nr. 98 von Johannes Brahms. Ein groß angelegtes Musikwerk, in dem vor allem die Bläser-Gruppe glänzen konnte. Eingeleitet war das Konzert mit Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 C-Dur op72 a. Die Zuhörer feierten alle Mitwirkenden begeistert. Allerdings war nicht zu übersehen, dass auf den Rängen große Lücken geklafft hätten – hätte nicht die Hochschule großzügig ermäßigte Karten an die Kommilitonen der Beteiligten vergeben. Nicht verwunderlich angesichts der Überfülle des Programms dieser Veranstaltungsreihe, die noch bis zum 1. Mai läuft.


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