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Lübeck / Ostholstein: Arbeitsmarkt bleibt in der Sommerpause stabil

Autor: CIS am 31.08.2016

Arbeitsamt

Die übliche Sommerpause sorgte im August 2016 auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit erneut zurückgegangen.

Foto: Matthias Bozek / pixelio.de

„Menschen ohne berufliche Qualifikation sind öfter von Arbeitslosigkeit betroffen. Arbeitsplätze für Ungelernte gehen im Zuge der Digitalisierung immer weiter zurück und der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern steigt aufgrund der demografischen Entwicklung weiter an. Eine fundierte Ausbildung bildet deshalb einen wichtigen Grundstein für die berufliche Zukunft. Um Jugendlichen die guten regionalen Möglichkeiten aufzuzeigen, organisieren wir Ausbildungsmessen. Die nächste findet am 29. September 2016 in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg statt. Aber auch für junge Menschen ab 25 Jahren sprechen gute Gründe für eine Berufsausbildung: Fachkräfte werden deutlich besser entlohnt als angelernte Arbeitskräfte, ihnen eröffnen sich Aufstiegsmöglichkeiten und sie profitieren auch im Alter vom höheren Einkommen. Werden Sie Zukunftsstarter. Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter“, wirbt Kathleen Wieczorek, Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck.



Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 15.309 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 227 (1,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.369 (8,2 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,1 Prozent zurück. Im August 2016 wurden 1.343 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 283 oder 26,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei 3.804 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 498 oder 15,1 Prozent mehr als im August 2015.



Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4.013, das sind 284 (7,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 8 (0,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III Arbeitslosenquote lag bei 1,9 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch die Jobcenter) gab es 11.296 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 57 (0,5 Prozent) gegenüber Juli 2016 und von 1.377 (10,9 Prozent) gegenüber August 2015. Die anteilige SGB II Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent.



Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 21.219 Personenbefanden sich im August 2016 in der Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 329 Personen oder 1,5 Prozent gesunken.



Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Agenturbezirkes an. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in allen Dienststellen einen Rückgang.



In der Hansestadt Lübeck waren Ende August 2016 9.919 Arbeitslose gemeldet, 79 (0,8 Prozent) mehr als vor einem Monat und 1.156 (10,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,9 Prozent zurück. Damit verzeichnet die Hansestadt Lübeck die niedrigste Arbeitslosenquote der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein wie zuletzt vor zwei Jahren.

2.164 Arbeitslose und damit 139 (6,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 89 (4,0 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende August 2016 7.755 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 60 (0,8 Prozent) mehr als im Juli 2016 und 1.067 (12,1 Prozent) weniger als im August 2015.



Im Kreis Ostholstein waren Ende August 2016 5.390 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg zum Vormonat um 148 oder 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 213 (3,8 Prozent) Arbeitnehmern weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat auf 5,3 Prozent an (Vorjahr 5,5 Prozent).

1.849 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 145 (8,5 Prozent) mehr als im Juli 2016 und 97 (5,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Das liegt unter anderem daran, dass nach mehreren Saisonbeschäftigungen ein Anspruch auf das Arbeitslosengeld I erworben werden konnte und nun die Betreuung durch die Arbeitsagentur erfolgt. Im Vorjahr benötigten die Arbeitnehmer noch Leistungen des Jobcenters.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.541 Arbeitslose gemeldet, das waren 3 (0,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 310 (8,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im August 2016 1.790 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 51 (2,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 89 (4,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,4 Prozent (Vorjahr 7,9). Es meldeten sich 331 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 286 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 130 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Juli 2016 auf August 2016 um 29 (4,5 Prozent) gestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 66 (8,9 Prozent) auf 678 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent (Vorjahr 4,6 Prozent). Dabei meldeten sich 186 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 158 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 89 neue Stellen.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im August 2016 1.327 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 19 oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 25 oder 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent). Dabei meldeten sich 328 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 298 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 103 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten. Die guten regionalen Ausbildungschancen können Jugendliche am 29. September 2016 in Oldenburg kennen lernen. Bei der Ausbildungsmesse, die bereits zum siebten Mal organisiert wurde, können sie direkt Kontakt zu Firmenvertreten aufnehmen und sich über mehr als 90 Berufe informieren. Ein Besuch lohnt sich auch für junge Erwachsene ohne Ausbildung, die ihren Berufsabschluss in Angriff nehmen möchten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Juli 2016 auf August 2016 um 22 (3,5 Prozent) auf 653 Personen gestiegen. Das waren 41 (5,9 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent). Dabei meldeten sich 188 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 170 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 75 neue Stellen.



Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2015 nahmen 2.554 (-118 zum Vorjahr) Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. 559 (+30) Jugendliche suchten Ende August noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 3.677 (+163) Ausbildungsstellen angeboten. Davon waren Ende August 2016 noch 887 (+81) offen. Rechnerisch kamen damit 1,6 noch offene Stellen auf einen unversorgten Bewerber. Im Vorjahr waren es 1,5 Stellen pro Bewerber.



Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Elektroniker/in oder Mechatroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in, Fleischer/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Gebäudereiniger/in, in Bauberufen wie Maurer/in oder Maler- und Lackierer/in sowie in Gesundheitsberufen wie Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in.



„Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart im August und September eröffnen sich noch Möglichkeit. Wer schnell und flexibel handelt, hat jetzt noch Chancen. Jugendliche, die auf der Suche sind, sollten sich gleich mit der Berufsberatung in Verbindung setzen“, rät Wieczorek

Presse Agentur für Arbeit


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