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Im Hansemuseum Lübeck - Silberglanz & Silbergier – Der Silberschatz aus Bergen

Autor: CIS am 06.12.2016

Metall

Die Sonderausstellung „Silberglanz & Silbergier – Der Silberschatz aus Bergen“ gibt vom 7. Dezember 2016 bis zum 26. Februar 2017 Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Edelmetalls – und präsentiert eine Sammlung kostbarer norwegischer Objekte aus der Blütezeit des Silbers, die erstmalig in Deutschland zu sehen sind.

Foto: Presse Europäisches Hansemuseum Lübeck

Lübeck, 6. Dezember 2016 – Im Zentrum der ersten Sonderausstellung des Europäischen Hansemuseums stehen kunsthandwerklich bedeutende Silberobjekte, die im 16. bis 18. Jahrhundert in Bergen, Norwegen, gefertigt wurden. Diese Sammlung der KODE Kunstmuseen in Bergen, die von dem Sammler Christen Sveaas erweitert wurde, wird zum ersten Mal außerhalb Norwegens gezeigt. Besucherinnen und Besucher können elf Wochen lang kunstvolle Exponate bewundern, die aus einer Zeit stammen, in der Silber noch die Weltwirtschaft beherrschte. Dabei erfahren sie Wissenswertes über die Geschichte, den Abbau und die Verwendung des Edelmetalls in verschiedenen Jahrhunderten.

Auf rund 250 m² Ausstellungsfläche werden wahre Meisterwerke der Silberschmiedekunst präsentiert: Filigrane Löffel, mit Wappen verzierte Trinkgefäße und Hochzeitsschmuck, der teilweise sogar mit klingenden Kugeln dekoriert oder vergoldet ist. Die Auswahl der Objekte unterstreicht das einzigartige Talent der Goldschmiede aus Bergen. Muster und Motive auf den glänzenden Exponaten markieren dabei die Epochen ihrer Entstehung.

Neben den wertvollen Originalen wird auch die Geschichte des Silbers, die bis in die Antike reicht, anhand von Schautafeln, Bildern und Texten erzählt. Der wortwörtliche Glanz der Objekte steht in der Ausstellungsinszenierung dialektisch neben der historischen Gier: Die europäischen Entdecker beuteten die Silberadern in Südamerika rücksichtlos aus, bauten gewaltige Minen, wie zum Beispiel in Potosí, Bolivien, und schreckten auch vor Massakern an der indigenen Bevölkerung nicht zurück. Je unersättlicher der Abbau, desto schneller wurden die Schattenseiten des Edelmetalls auch in Europa sichtbar: Der Überfluss an Silber führte zur Entwertung – und die Welt, in der die Geschäfte mit der wertvollen Ware schon tiefe Spuren hinterlassen hatten, erlebte ihre erste Inflation.

Die Präsentation ist gemeinsam mit dem Senior-Kurator der KODE Kunstmuseen, Trond Indahl, sowie dem Studio Andreas Heller Architects & Designers entwickelt worden. Die Projektleitung hatte im Europäischen Hansemuseum die Historikerin Franziska Evers inne.

Ermöglicht wird die Ausstellung durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Luxemburgischen Advanzia Bank und der Possehl-Stiftung. Die Schirmherrschaft übernimmt die Botschafterin des Königreichs Norwegen in Deutschland, Elisabeth Walaas.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm für Erwachsene und Kinder schlägt eine Brücke von der Vergangenheit der Norweger Kaufleute und Goldschmiede in die Lübecker Gegenwart. Der begleitende Katalog rundet das Ausstellungserlebnis ab.

Laufzeit 7. Dezember 2016 bis 26. Februar 2017
Europäisches Hansemuseum Lübeck
An der Untertrave 1 | 23552 Lübeck

Öffnungszeiten Täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr (außer Heiligabend)

Preise Erwachsene 5 €, Kinder/ermäßigt 2,50 € Sonderpreise für Familientickets sowie Kombitickets Publikation Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog mit zahlreichen Abb., u. a. mit Texten von Dr. Tillmann Bendikowski, edition exspecto, hrsg. von Dr. Felicia Sternfeld, Preis: 22,80



Schlagworte:
hansemuseum lübeck

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