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Lübeck kämpft um mehr ausländische Gäste

Autor: Horst Schinzel am 05.01.2015

(Von Horst Schinzel) - 2015 war für Lübecks Tourismuswirtschaft überaus erfolgreich. Die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen erreichte neue Höchstzahlen. Aber damit ist die Tourismuszentrale nicht zufrieden. Der Zustrom ausländischer Gäste schwächelt – nicht zuletzt durch den Wegfall der Flugverbindungen von Ryanair.

Jetzt geht Lübecks Tourismuskonzept 2020plus in die zweite Runde. Es soll verstärkt um ausländische Touristen geworben werden. Deren Zahl der Übernachtungen soll um 50 Prozent steigen. Der Umsatz mit den Gästen aus anderen Ländern soll von 32,7 Millionen Euro auf 47,86 Millionen Euro steigen. Nach dem Konzept "Lübeck 2020plus" soll die Zahl der Übernachtungen in Lübeck auf über zwei Millionen im Jahr steigen. In diesem Jahr stehen die ausländischen Gäste im Mittelpunkt. "Andere Städte ziehen aus den internationalen Märkten deutlich zweistellige Wachstumsraten, in Lübeck liegt die Wachstumsrate der vergangenen Jahre bei nur 3,8 Prozent (2006 bis 2011), in den Jahren 2012/13 sogar bei nur 3,5 Prozent", so die LTM. Im Jahr 2013 wurden 270.501 Übernachtungen ausländischer Gäste gezählt, 2020 könnten es 402.459 sein.

Das soll sich ändern: Mit rund 30.000 Euro im Jahr wird Lübeck fit gemacht, um ausländische Touristen besser zu empfangen. Dazu gehören mehrsprachige Speisekarten in den Restaurants, mehrsprachige Internetauftritte, zum Beispiel der Museen, und eine verbesserte Akzeptanz von Kreditkarten.

Mit jeweils rund 50.000 Euro im Jahr soll in Schweden, Dänemark und Dänemark für einen Besuch in Lübeck geworben werden. Für Norwegen, Schweiz, Italien, Finnland und Großbritannien sind jeweils 30.000 Euro eingeplant. In Frankreich und Österreich wird 20.000 Euro in Online-Kampagnen und Pressereisen investiert.

Insgesamt werden in den kommenden drei Jahren jeweils 550.000 Euro benötigt. Die kann Lübeck nicht alleine stemmen. Mindestens 50 Prozent sollen aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung stammen, 80.000 Euro pro Jahr geben Hotels, Kaufmannschaft, Lübeck Management und Unternehmen wie IKEA und die Sparkasse dazu. Die LTM wird intern 75.000 Euro pro Jahr umschichten.

Wenn das Marketing klappt, profitieren nicht nur Hotels, Restaurants und Gewerbe. Lübeck kann dann mit einer Steigerung an Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer und Tourismusabgaben von rund 500.000 Euro im Jahr rechnen

 


Schlagworte:
tourismus luebeck

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