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Slow Food: Im Norden eher selten

Autor: Horst Schinzel am 06.01.2015

(Von Horst Schinzel) - Wer bis jetzt noch Zweifel hatte: Die Ausgabe 2015 des „Slow Food Genussführer“ beweist es schlüssig. Mit der Slow Food Bewegung ist es im Norden seit der Jahrtausendwende arg bergab gegangen. Längst vergessen, dass einer der ersten Slow-Food Kongresse in den Neunziger Jahren in Lübeck vor Ort eine solche Begeisterung hervorrief, dass Teilnehmer meinten, dieses Ereignis müsse künftig immer an der Trave stattfinden.

Der aktuelle Genussführer ist das Ergebnis der Nachforschungen von rund 400 Mitgliedern aus sechzig Städten und Regionalgruppen. Aufgenommen wurden 403 Gaststätten- davon 126 neu. Anders ausgedrückt: Fast jeder zehnte Eintrag 2014 ist wieder verschwunden.

Auf Schleswig-Holstein und Hamburg entfallen gerade einmal zwei Dutzend Einträge. Lübeck ist überhaupt nicht mehr vertreten, die ganze Westküste gerade einmal mit „De Struunluuker“ in Norddorf auf Amrum. In Hamburg wurden sechs Lokale aufgenommen. Nicht besser sieht es in Mecklenburg-Vorpommern mit zweiundzwanzig Einträgen aus. Bemerkenswert: Die beiden Gaststätten in Rostock befinden sich an so abgelegener Stelle, dass selbst der ortskundige Auswärtige nur mit Mühe sagen kann, wo er diese wohl finden mag. Da die Convivien in Lübeck, Kiel und Rostock zum Inhalt beigetragen haben, darf man davon ausgehen, dass die Einträge erschöpfend sind. Natürlich gibt es zwischen Nord- und Ostsee mehr gut geführte Restaurants. Aber deren Patrone und Köche legen eben auf die Slow-Food-Kriterien keinen wert Schade!

Slow Food Genussführer Deutschland 2015, München 2014, Gesellschaft für ökologische Kommunikation mbH



Schlagworte:
slow food

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