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Der Musiker Erasmus Zipfel ist auch ein Maler

Autor: Horst Schinzel am 21.02.2015

Erasmus Zipfel

(Von Horst Schinzel) - Der Lübecker Erasmus Zipfel ist Professor für Musiktheorie, Gehörbildung und Werkanalyse an der Musikhochschule Lübeck und offensichtlich ein Mehrfach-Talent. Davon zeugt eine Ausstellung seiner Arbeiten aus der jüngsten Zeit in der Kunsthalle St. Annen im Museumsquartier, die an diesem Sonntag eröffnet wird.

Bild: Erasmus Zipfel

"Erasmus Zipfel gehört für mich zu den bedeutendsten Malern unserer Stadt, aber auch weit darüber hinaus. Nach nunmehr 26 Jahren – damals stellte Zipfel erstmals im St. Annen Museum aus - kehrt der Künstler nun mit ganz neuen und gänzlich anderen Bildern in unser Haus zurück. Seine künstlerische Entwicklung ist eindrucksvoll und seine Werke sind unbedingt sehenswert. Ein Fest für die Augen!", so Dr. Thorsten Rodiek, Direktor der Museen für Kunst und Kunstgeschichte, über die neue Sonderausstellung in seinem Haus.

Rund 50 der jüngsten Werke von Erasmus Zipfel werden dort erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Beeinflusst von Werken des amerikanischen Vertreters des abstrakten Expressionismus, Mark Rothko, und der amerikanischen Pop-Art verbinden sich in seinen Bildern Abstraktion und Figuration zu vollkommen eigenständigen und kraftvollsinnlichen Kompositionen. Allen in dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten liegen Digitalfotografien von Gebäuden, Landschaften oder Personen zugrunde. Mithilfe von Bildbearbeitungssoftware und dem Effekt der digitalen Solarisation (einzelne Farben und ihre Helligkeit werden umgekehrt) wurden diese Motive so verfremdet, dass die ursprünglich fotografierten Objekte kaum oder nicht mehr erkennbar sind. Diese Arbeiten sind so genannte Zwei-Schichten-Bilder. Die eine Ebene besteht aus den nach der Solarisation herausgearbeiteten und veränderten Linien und Flächen. Diese Lineaturen und Muster, die auf die Leinwand projiziert wurden, verbinden sich mit der farbigen Malerei – der zweiten Bildschicht - zu einer faszinierenden Einheit.

Die Ausstellung ist bis zum 19. April in der Kunsthalle zu sehen.




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