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Lübeck: Begegnung mit dem Räuber Hotzenplotz

Autor: Horst Schinzel am 16.03.2015

Hotzenplotz

(Von Horst Schinzel) - Im Lübecker Theaterfigurenmuseum im Kolk ist an diesem Sonntag eine liebens-und besichtigungswürdige Ausstellung rund um die Figuren des vor zwei Jahren verstorbenen Schriftstellers Ottfried Preußler eröffnet worden.

Museums-Direktorin Dr. Felicia Sternfeld, der künstlerische Leiter Stephan Schlafke und Mitarbeiterin Christine Kebel mit dem Räuber Hotzenplotz Foto Reinhard Bartsch

Mit dem Räuber Hotzenplotz, der starken Wanja, der kleinen Hexe sind Millionen Kindern aufgewachsen. Mit einer Ausstellung für die ganze Familie wird der beliebte Kindbuchautor im TheaterFigurenMuseum in Lübeck geehrt: Das Haus zeigt fantasievolle Handpuppen, Marionetten, Stab- und Großfiguren der Preußler-Heldinnen und Helden, darunter beispielsweise die Originalmarionette des legendären „Kater Mikesch“ aus der Augsburger Puppenkiste.

„Etwas Besonderes erwartet die Besucherinnen und Besucher gleich zu Beginn der Ausstellung: Die Figur des Zauberers Petrosilius Zwackelmann. Diese Original-Figur hat Otfried Preußler selbst einmal gespielt, als er bei einer Aufführung seines Künstlerfreundes Harald Schwarz für einen anderen Spieler eingesprungen ist“, berichtet Dr. Felicia Sternfeld, Direktorin des TheaterFigurenMuseums.

Otfried Preußler (1923-2013) ist einer der populärsten Kinder­buchautoren Deutschlands. Die Gesamtauflage seiner in insgesamt 55 Sprachen übersetzten 32 Bücher liegt bei rund 50 Millionen Exemplaren. Als Theaterfigur ist der Räuber Hotzenplotz ebenso wie seine Kolleginnen und Kollegen berufsbedingt ständig auf Achse. Nun macht er für ein paar Monate Station im TheaterFigurenMuseum Lübeck. Die Preußler-Heldinnen und Helden stellen sich als fantasievolle Handpuppen, Marionetten, Stab- und Großfiguren vor.

Otfried Preußler hatte zur Welt des Puppentheaters eine besondere Beziehung, schon als Kind hat er selbst Kasperle-Theater gespielt. Sein besonderer Einsatz für das Wohl des Figuren- und Puppenspiels wurde mit der Verleihung des Ehrenpreises des Verbandes Deutscher Puppentheater e.V. „Die spielende Hand“ ausgezeichnet. Er gehört zu den meistgespielten Autoren im Figurentheater.

Mehr als ein Dutzend Figurensätze, die die Vielfalt der Um­setzungen der Preußler-Geschichten in Puppentheater­­stücke veran­schaulichen, wurden für diese Ausstellung zusammengetragen. So gibt es unterschiedliche Ins­zenierungen von „Der Räuber Hotzenplotz“. Außerdem werden die berühmten Figuren der Verfilmung von „Der starke Wanja“ von Prof. Albrecht Roser zu sehen sein. Weiterhin gibt es beein­druckende Figuren der „Krabat“-Inszenierung des Düsseldorfer Marionettentheaters. Und die Originalmarionette des legendären „Kater Mikesch“ der Augsburger Puppenkiste darf natürlich auch nicht fehlen!

Die weltweite Strahlkraft des Schriftstellers wird durch fremdsprachige Buchausgaben von „Der Räuber Hotzenplotz“ (z.B. China) anschaulich dokumentiert.

Die Ausstellung, die bis zum 30. September zu sehen ist, wird von einem umfangreichen Programm begleitet. Unter anderem gibt es diverse Aufführungen im Figurentheater Lübeck und eine Lesung in der Stadtbibliothek. Ein Höhepunkt ist die Lesung des Schauspielers und „Zwackelmann“-Darstellers Rufus Beck am 10. Mai in St. Petri zu Lübeck.

Laufzeit
15. März bis 30. September 2015

Öffnungszeiten Museum:
15. März - 31.Oktober täglich 10-18 Uhr
1. November -14. März täglich (außer Mo ) 11-17 Uhr


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