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„The Fairy Queen“ in Lübeck - Begegnung mit ungewöhnlicher Kunstform

Autor: CIS am 21.03.2015

Fairy

(Von Horst Schinzel) - Der jung gestorbene englische Komponist Henry Purcell (1659 – 1695) gilt als d e r barocke Musikschöpfer seines Landes. Auf den Notenpodien unserer Zeit hat sich von seinen Schöpfungen allerdings wenig erhalten. Neben einer „Voll“-oper hat er fünf so genannte Semi-Opern geschaffen – Musikwerke, in denen die Dialoge gesprochen werden und das Geschehen nur mit wunderbaren Arien und orchestralen Zwischenspielen erläutert wird.

Fotos Olaf Malzahn

Eine Kunstform, die ihren Ursprung darin hat, dass zuvor im puritanischen England des Diktators Oliver Cromwell Schauspiele zwanzig Jahre lang verboten waren.

Diese Werke werden heute kaum mehr gespielt. Aus gutem Grund, wie das Experiment der Lübecker Oper mit „The Fairy Queen“ nach Shakespeares „Sommernachtstraum“ zeigt. Auch eine noch so herausragende Inszenierung wie die vom Tom Ryser in der Ausstattung von Stefan Rieckhoff kann dem Spektakel auf der Bühne kaum Leben einhauchen.

Der berühmte Funke spring nicht über Dabei bietet Ryser alles auf, was das Lübecker Theater leisten kann: Herausragende Sängerinnen und Sänger mit unter anderem Andreas Sigrist, Steffen Kubach, Anne Schramm, Andrea Stadel, Evmorfia Metaxaki, Inga Schäfer, Daniel Jenz und Johan Hyunbong Choi, die Tänzerinnen Lara Eva Hahnel, Angela Kecinski und Szu-Wei Wu und zahlreiche Schauspieler

Die agieren in dem nur angedeuteten Bühnenbild zusammen mit dem von Joseph Feigl einstudierten Chor und in der Choreografie von Lillian Stillwell über weite Strecken recht unterkühlt. Zwar ist das Werk einmal mehr weitläufig der Liebe gewidmet. Aber Gefühle haben hier nur wenig Platz. Das hat Purcell mit dem späteren Weber gemein. Nur, dass eben bei Purcell für seine herrliche Musik – das Philharmonische Orchester schwelgt dann unter Leitung des Ersten Kapellmeister Andreas Wolf – wenig Raum bleibt

Dem Publikum hat es trotzdem gefallen, und es dankt mit anhaltendem Beifall

Weitere Aufführungen

12. April, 16 Uhr, 26 April, 18 Uhr


Schlagworte:
oper lübeck

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