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„Davids Traum“ – 35 Minuten eindrucksvolles Tanztheater

Autor: Horst Schinzel am 20.04.2015

Tanztheater

(Von Horst Schinzel) - Schon seit zwanzig Jahren gibt es am Lübecker Theater keine Ballett-Sparte mehr. Freunde dieser Gattung sind auf gelegentliche Gastspiele der Kieler Truppe angewiesen. In früheren Jahren sind Versuche, freier Tanztheater-Gruppen, sich hier zu etablieren, gescheitert. Lediglich die „Lübecker Sommeroperette“ – die in diesem Jahr komplett in das „Volkstheater Geisler“ ausweichen muss – unterhält eine ständige Ballettgruppe.

Foto Olaf Malzahn

Umso mehr ist es der Beachtung wert, wenn jetzt eines der ältesten Mitglieder des Hauses David Winer-Mozes an eine eigenständige – wenn auch sehr kurze – Tanztheater-Produktion wagt. Der gebürtige Israeli ist inzwischen 71 Jahre - die man allerdings nicht ansieht – und arbeitet seit 1976 an der Beckergrube – nach Auflösung der Balletttruppe seit 2004 wieder als Kleindarsteller und Choreograf. Für seine Produktion nach Musik vom Rimsky-Korsakov und Ravel hat er mit Nataliya Konshchenko, Christine Jürgensen und Johannes Günther junge Begabungen gewonnen, die dem Ausdruckstanz seit langem verbunden sind. Die kleine Truppe bietet vor dem Hintergrund eines von Maxim-Paul Krüger geschaffenen bunten Parkbildes Beachtliches. Insbesondere der Tanz zum „Bolero“ von Ravel gewinnt eine dichte laszive Atmosphäre.

Winer-Mozes erzählt mit „Davis Traum“ eigentliche seien eigene Geschichte. Die eines alt gewordenen Tänzers, der sich im Traum an einstige Begegnungen erinnert.

Das wird liebevoll erzählt und gekonnt umgesetzt. Das Premierenpublikum ist begeistert. Leider gibt es nur noch eine weitere Vorstellung am 2. Mai, 20 Uhr im „Jungen Studio“


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