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Haffkrug: Aus dem Kurpark wurde der „Haffwiesenpark“


Haffwiesen

(Von Horst Schinzel) Das Ostseeheilbad Haffkrug ist nach Travemünde das älteste Seeband an der Lübecker Bucht. Während in den übrigen Bädern zwischen Niendorf und Kellenhusen der Badetourismus erst nach der Ostseesturmflut 1872 einsetzte, tauchten in de m damaligen Fischerdorf die ersten Badegäste bereits zur Zeit der Napoleonischen Kriege auf. Reichsweit bekannt wurde Haffkrug 1922, als der damalige Reichspräsident Ebert im Erholungsheim der Hamburger Konsumgenossenschaft „Produktion“ abstieg und sich in der Badehose im flachen Wasser plantschend zum Schrecken seiner Mitbürger ablichten ließ.

Foto Tourismuszentrale Lübecker Bucht

In den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entstand hinter Bahnhofstraße und Strandallee ein Kurpark mit einem Kurgasthaus. Beide entsprachen im neuen Jahrtausend nicht mehr den Ansprüchen neuzeitlichen Tourismus. So gingen Gemeinde- und Tourismusverwaltung im Frühjahr 2014 dran, den Park grundlegend umzugestalten. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, gestaltete man die Freiflächen im Kurpark um. Außerdem wurden die Zuwegungen des Kurparks von der Strandpromenade und der Bahnhofstraße optimiert. In der Mitte des Parks entstand ein zentraler Veranstaltungsplatz mit entsprechender Begleitinfrastruktur, wie sanitäre Anlagen und Anschlusstechnik für Veranstaltungen. Bei der Umsetzung der Planung wurde auch die Geschichte Haffkrugs als Fischerdorf thematisiert. Unter dem Leitthema „Wasser erleben“ wurden rund um den Kurparkteich verschiedene Nutzungsbereiche mit Holzterrassen, Sitzmöglichkeiten, Uferbefestigungen und Stegen geschaffen. Ein großer Kinderspielplatz wurde als „Fischerdorf“ mit maritimen Elementen angelegt.

Von den Kosten von 1,8 Millionen Euro übernahm das Land mit Mitten des Zukunftsprogramm Wirtschaft845.000 Euro. Und auch ein neuer Name wurde gefunden. Nicht zuletzt auf Wunsch der Dorfschaft Haffkrug heißt der Park künftig „Haffwiesenpark“. Ein Gedenkstein erinnert an die Geschichte des einstigen Fischerdorfes, das im Mittelalter ein wichtiger Lösch- und Landeplatz für den Handel Holseins war. Mit einem großen Dorffest wird der neu gestaltete Park an diesem letzten Sonnabend im Oktober der Öffentlichkeit übergeben Nun muss noch das „Haus des Gastes“ saniert werden.

Von Horst Schinzel


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