Kunst-Schaum-Aktion von Stephanie Lüning am Holstentor

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Redakteur
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Foto: Stephanie Lüning

(CIS-intern) – Schon mal das Holstentor in einem Meer aus Schaum gesehen? Verschwörungstheorie als Parfüm gerochen oder im Museum Klavier gespielt und dabei Glückskekse gegessen? Ab dem 11. April bietet der zweite Teil der Ausstellung Hello Lübeck ungewohnte Kunsterlebnisse in und außerhalb der Kunsthalle St. Annen. Die Ausstellung wird um künstlerische Positionen erweitert und unterstreicht mit partizipativen und interaktiven Kunstwerken noch stärker die Neuausrichtung der Lübecker Kunsthalle St. Annen als Ort des lebendigen Austauschs und des offenen gesellschaftlichen Dialogs.

Ein besonderes Highlight präsentiert die Künstlerin Stephanie Lüning: Sie wird am 14. April am Lübecker Holstentor eine Schaum-Kunst-Aktion durchführen, wie sie in ähnlicher Form schon am Centre Pompidou in Paris und im öffentlichen Raum in London zu sehen war. Mit ihren künstlerischen Aktionen greift Lüning in urbane Infrastrukturen ein und schafft traumähnliche Szenarien: Mit einer Schaummaschine stellt sie riesige farbige Schaumberge aus biologisch abbaubarem Spülmittel und Lebensmittelfarbe her, die ganze Plätze, Brücken und Häuser überfluten. Die bunten Schaumformationen verwandeln die Stadt für einen kurzen Moment in eine andere Welt, bevor sie wieder rückstandslos verschwinden.

Erstmals in Deutschland zu sehen ist die performative Arbeit “Smell Maneuver” von Christian Jankowski. Die Arbeit entstand für die 16. Biennale Cuenca in Zusammenarbeit mit der Bürgerwehr von Cuenca/Ecuador. Der Künstler forderte deren Mitglieder auf, 18 verschiedene Gerüche zu erkennen, die von den Parfümeuren Gustavo Moscoso und Xavier Zamora H. komponiert wurden. Die Titel der unterschiedlichen Düfte, wie zum Beispiel „Demokratie“, basieren auf Begriffen aus dem Konzept der Biennale. Auch die Besucher:innen der Kunsthalle St. Annen werden eingeladen, beispielsweise „Gerechtigkeit“ oder „Verschwörungstheorie“ zu riechen.

Foto: Richard Dahlmann

Inspiriert von der US-amerikanischen Nachkriegskunst entwickelt die Künstlerin Betty Rieckmann raumgreifende und partizipative Lichtinstallationen. Mit ihrer Arbeit “enlightment machine” spricht Betty Rieckmann gleich mehrere Sinne an. Klaviertöne, die von den Besucher:innen gespielt werden dürfen, werden live in eine beeindruckende Lichtchoreographie übersetzt. Die Auswahl der Kunstwerke wurde im Vorfeld mit dem Kinder-Kuratorium der Kunsthalle St. Annen diskutiert. 

HELLO Lübeck! 
Eine Ausstellung im Wandel 
11. April – 28. Juli 2024

Kunsthalle St. Annen, Lübeck

Mit neuen Arbeiten von
Constructlab (D), FAMED (D), Christian Jankowski (D), Stephanie Lüning (D/USA), Betty Rieckmann (USA/D)und Werken von
Andreas Angelidakis (GRC), Tatjana Busch (D), Nezaket Ekici (TR/D),  Ahmet Öğüt (TR/NL/D)
11. April 2024, 16 – 24 Uhr

Eröffnung

14. April 2024, 14 – 16 Uhr

Kunst-Schaum-Aktion von Stephanie Lüning am Holstentor

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