Europaminister Claussen besucht Fehmarnbelt-Tunnel-Baustelle

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Redakteur

(CIS-intern) – RØDBYHAVN. Schleswig-Holsteins Europaminister Claus Christian Claussen hat sich gestern (29. Juli) im dänischen Rødbyhavn einen Eindruck vom Stand der Bauarbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel gemacht. Gemeinsam mit dem Deutschland-Direktor der staatlichen dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, Lars Friis Cornett, besichtigte er von Land- und von Seeseite aus die Baustelle. Seit Anfang Juli laufen vor der dänischen Küste die Aushubarbeiten für den 18 Kilometer langen Tunnelgraben. Auch der große Arbeitshafen bei Rødbyhavn, mit dem im Juni vergangenen Jahres begonnen wurde, nimmt weiter Form an und soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. „Hier ist das Großprojekt Fehmarnbelt-Tunnel schon sehr konkret und eindrucksvoll zu sehen. Der riesige Arbeitshafen und der Portalbereich lassen die Dimensionen dieses Projektes erahnen“, sagte der Minister. „Der Fehmarnbelt-Tunnel wird nach seiner Fertigstellung die Region noch enger zusammenwachsen lassen und die deutsch-dänische Partnerschaft weiter vertiefen.“ Cornett ergänzte: „Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel schließen wir eine Lücke im europäischen Verkehrsnetz. Wenn der Fehmarnbelt-Tunnel 2029 eröffnet, wird die Fahrt zwischen Deutschland und Dänemark nur noch 10 Minuten mit dem Auto und 7 Minuten mit der Bahn dauern.

Der 500.000 Quadratmeter große Hafen wird Europas größter Arbeitshafen. Hier werden die Materialien für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels angeliefert werden. Später werden über ihn die fertigen Tunnelelemente in den Fehmarnbelt geschleppt, um dann an ihren endgültigen Positionen am Meeresboden abgesenkt zu werden. Hinter dem Arbeitshafen werden derzeit die Flächen für die Fabrik vorbereitet, in der später die Tunnelelemente hergestellt werden. Der Bau der Fabrik soll im kommenden Jahr beginnen. Auch die Landgewinnung vor der Küste Lollands ist bereits in vollem Gange. Mit dem Aushubmaterial von Arbeitshafen und Tunnelgraben entstehen bei Rødbyhavn rund 300 Hektar neue Natur- und Freizeitflächen.

Fotos: Femern A/S.

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